Mady Mesplé (* 7. März 1931 in Toulouse) ist eine französische Sopranistin.
Mesplé studierte am Konservatorium zunächst Klavier, dann Gesang und setzte ihre Gesangsausbildung in Paris bei Georges Jouatte und Janine Micheau fort. 1953 debütierte sie am Opernhaus von Lüttich, dessen Ensemble sie drei Jahre angehörte, in der Titelrolle von Leo Delibes'
Lakmé. Daneben gastierte sie am Théâtre de la Monnaie in Brüssel.
1956 wurde sie Mitglied der Pariser Oper und der Opéra-Comique. An der Opéra-Comique wirkte sie 1962 an der Uraufführung der Oper
Princesse Pauline von Henri Tomasi und 1963 an der Uraufführung von
Le dernier Sauvage von Gian Carlo Menotti mit. Sie gab Gastspiele an Oper in Rom, dem Teatro San Carlo in Neapel, dem Teatro Colón in Buenos Aires und der Bayerischen Staatsoper in München. 1972 trat sie am Bolschoi-Theater in Moskau auf und debütierte an der Metropolitan Opera in New York als Gilda in
Giuseppe Verdis
Rigoletto.
Zu ihrem Repertoire gehörten neben der Lakmé u.a. die Titelrolle in
Charles Gounods
Mireille und die Juliette in dessen
Roméo et Juliette, die Philine in Ambroise Thomas'
Mignon und die Ophélie in dessen
Hamlet, die Königin der Nacht in
Mozarts Zauberflöte, die Titelrolle in
Gaetano Donizettis
Lucia di Lammermoor, die Rosina in
Gioachino Rossinis
Barbier von Sevilla sowie die Sophie in
Richard Strauss'
Rosenkavalier und die Zerbinetta in dessen
Ariadne auf Naxos.
Auf Platte nahm sie u.a. Partien aus
Lakmé,
Georges Bizets
Don Procopio, Charles Lecocqs
La fille de Madame Angot, André Messagers
Véronique, Reynaldo Hahns
Ciboulette, Robert Jean Julien Planquettes
Les cloches de Corneville, André-Ernest-Modeste Grétrys
Zémire et Azor, Eric Saties
Socrate,
Jules Massenets
Werther, Rossinis
Guillaume Tell Jacques Offenbachs
Orpheus in der Unterwelt und aus Daniel-François-Esprit Aubers Opern
Manon Lescaut und
Fra Diavolo auf.